Carneval in Venedig

Carneval in Venedig – Karneval in Venedig – Carnevale di Venezia

In früheren Zeiten

Höhepunkte des ”Carne vale” (Abschied vom Fleisch) waren und sind
noch heute die sonntägliche Eröffnung durch den Flug der Taube über den
Markusplatz, der ”giovedi grasso” (fetter Donnerstag) und der Sonntag.
Um Mitternacht am Fastnachtsdienstag läuten dann die Glocken von San
Francesco dell Vigna.

Die erste Erwähnung, fand im Jahre 1094, in Form einer
Maskenverordnung statt. Diese erste Überlieferung verbietet im
venezianischen Karneval den Maskierten das Werfen von Eiern (gefüllt mit
duftenden Essenzen für die Schönen der Damenwelt – mit stinkender
Füllung für die etwas weniger Schönen). Im 14. Jahrhundert untersagte
der Große Rat – stets darauf bedacht, Venedigs Bürger zu überwachen, um
seine eigene Macht zu beschützen – allen Männern das Tragen von
Perücken, künstlichen Bärten und Masken.

Erst im 17. Jahrhundert fielen diese Verbote wieder. In diesem
Jahrhundert ist der Höhepunkt des venezianischen Karnevals anzusehen.
Zur damaligen Zeit dauerte der Karneval auch etwa 6 Monate – vom 1.
Oktobersonntag bis Weihnachten und vom Dreikönigstag bis hin zu
Himmelfahrt, ausgenommen die kirchlichen Feiertage.

Es stand einem jeden Venezianer frei, egal ob Doge, Bürger, Edelmann
oder Kurtisane, eine beliebige Rollen anzunehmen. Damit wurde für eine
gewisse Zeit und innerhalb eines bestimmen Rahmens die
gesellschaftlichen Hierarchien ausser Kraft gesetzt und veranschaulichen
deutlich die Doppelgesichtigkeit des venezianischen Lebens.

Das Ende des Carnevale kam dann als Napoleon Bonaparte den letzten
Dogen als Herrscher der Stadtrepublik entließ und kurzerhand den
karnevalistischen Mummenschanz verbot.

Neuzeit

Wiederbelebt im Jahr 1979 – um den Tourismus auch in den tristen
Monaten anzukurbeln – findet der Carnevale jedes Jahr mehr und mehr
Anhänger.

Heute beginnt der ”Carnevale di venezia” 10 Tage vor Aschermittwoch.

Maskenträger, Fotografen und Zuschauer strömen an den Tagen des
Karnevals in die gute Stube Venedig’s – auf die Piazza San Marco – wo
dann großes Gedränge herrscht. Im Mittelpunkt stehen dann die Masken die
von Fotografen und Zuschauern umlagert werden und sich in ihrer ganzen
Schönheit präsentieren. Tagsüber werden meistens Phantasiekostüme
getragen, aber man trifft oft auch auf die klassischen Masken der
”Commedia dell’arte”.

Manch einer fragt sich dann wer wohl hinter diesen Masken steckt,
aber um eine Illusion gleich zu nehmen – Italiener oder gar Venezianer
sind schwer zu finden. Ein Großteil der Maskenträger kommt aus
Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz.

Um sich Masken auch mal in Ruhe anzusehen oder zu fotografieren, sollte man abseits des Markusplatzes suchen.

Maskenzauber

Masken der Comedia dell’Arte Viele der HISTORISCHEN MASKEN tummeln
sich heute, genau wie früher, auf den Plätzen und in den Gassen
Venedigs. Die KLASSISCHE MASKE des COMMEDIA DELL’ ARTE steht auch heute
noch in der Beliebtheitsskale der Kostüme an erster Stelle.

Mitte des 16. Jhr. entsteht in Oberitalien eine neue Theatergattung:
die ”Commedia dell’arte”. Venedig wird einer ihrer Hauptspielplätze. Bei
ihrem Stehgreifspiel ist nur der Handlungsverlauf festgelegt.
Chrakteristisch sind die stets gleichen Personentypen, erkennbar an
Kostüm und Maske.

Vor allem die Commedia dell’Arte entlädt das Arsenal ihrer Figuren in
den venezianischen Karneval. An erster Stelle steht da Pantalone,
venezianischer Kaufherr mit spitzem Bart, schwarzer Maske und rotem
Kostüm, ältlich wie Venedig selbst, kraftvoll in Pose, dann sogleich
wieder kränklich, galant, lüstern und doch stets aufs neue betrogen. Aus
Bergamo – aus der venezianischen Terraferma – kommen die beiden
«Zanni»: Arlecchino und Brighella. Der erste im bunten Flickenkostüm und
mit schwarzer plattnasiger Beulenmaske ist lustig, ungeschickt,
hilfsbereit, naiv-liebenswürdig, oft sogar geistreich, ohne es
allerdings zu wissen, ein Traumtänzer in prosaischer Wirklichkeit.
Brighella ist Intrigant, unerschöpflich an listigen Einfällen,
schlagfertig, bissig mit hohen Herren, sanft mit schönen Mädchen, stets
gut bei Kasse, der elastischste Mensch, der sich denken lässt. Beide
repräsentieren in Venedig eine grosse soziale Gruppe, sie stehen für
alle, die vom italienischen Festland in die Weltstadt kamen, um hier in
Diensttätigkeiten Lohn und Brot zu erhalten. In ihnen sieht man an die
13 000 Diener, Träger, Beleuchter, Ausrufer, Läufer, Strassenkehrer und
viele andere mehr. Die Beliebtheit dieser beiden Masken in Venedig ist
kaum zu übertreffen – weder auf der Bühne noch als Kostüm im Karneval.

Um die drei venezianischen Masken gruppieren sich die anderen
Charaktere der Commedia dell’Arte, alle repräsentieren sie zugleich
lokale Eigentümlichkeiten der Städte und Provinzen Italiens. Da ist der
«Dottore» aus Bologna, wie Pantalone ein Vertreter
patrizisch-bürgerlicher Autonomie und ebenso wie dieser dauernd
enttäuscht, getäuscht, betrogen. Dann einer der beliebtesten: Der
Spaghetti-Spassmacher aus Neapel, Pulcinella, in weissem Kostüm mit
schwarzer Maske, dumm, faul, gefrässig, aber Realist. Aus Neapel stammt
auch Scaramuccia, der nichts fürchtet als die Gefahr. Siena entsendet
den elegant-schwarzseherischen Cassandro; sonst ist die Toskana für die
Liebespaare, die Ubermütigen, allzu Feinen, Überzärtlichen zuständig,
für Orazio und Coralina, Cintio und Flaminia, Lelio und Silvia, Leandro
und Isabella. Aus Oberitalien sodann der naive Pagliaccio, der nach
Frankreich auswandert und als Pierrot zurückkehrt; in Venedig zieht
Casanova mit diesem Kostüm in den Karneval. Aber es gibt noch andere:
Tartaglia, der stottert, Coviello aus dem Süden, ein Luftikus, der auf
alles mit einer Melodie antwortet, Francatrippa, der sich voll frisst,
seine «Verwandten» Fritellino, Gianfarina, Scapino, Mezzetino, Fracasso,
Truffaldino und Trivelino. Die Liste ist schier endlos. Noch sind alle
Hauptrollen gar nicht benannt. Da fehlen der Capitano, Columbine,
Ruzzante, Stenterello und Pasquariello. Alle diese Figuren finden sich
im venezianischen Karneval verdoppelt

”TARTAGLIA”

heißt im Italienischen der Stotterer. Die Schauspieler, die auf die
Idee gekommen waren, sich ausgerechnet dieser Eigenschaft zur
Charakterisierung des spanischen Beamten zu bedienen, hatten damit
unzweifelhaft ein sehr gelungenes , neues, satirisches Ausdrucksmittel
gefunden. Die Kunst des Schauspielers mußte darin bestehen, TARTAGLIAS
Kampf mit diesem Sprachfehler komisch darzustellen. Da ist der Mensch,
der sprechen will, der vieles und bedeutendes zu sagen hat – und es doch
nicht herausbekommt. Außerdem kam es darauf an, durch dieses Stottern
so zweideutige und unanständige Dinge heraus zu bringen, daß die
Zuschauer vor Lachen fast von ihren Sitzen fielen. Die Maske TARTAGLIA
kam etwa um das Jahr 1610 in Neapel auf.

”Tartaglia”, der Stotterer, aus ”Masques et Buffons”, Maurice Sand, Paris 1860

”PANTALONE”

fühlt sich als Autoritätsperson, er bewegt und kleidet sich wie ein
überlegener Weltkenner, und doch läßt ihn die Senilität eines
hundertjährigen Kindes die unmöglichsten Unternehmungen wagen. PANTALONE
ist unermüdlich, beinahe wie BRIGHELLA. Keine einzige der vielen
Katastrophen….und kein einziger der vielen Unglücksfälle, die
sturzbachartig über sein Haupt hereinbrechen, könnten ihn von seinem
Unternehmungsgeist abbringen. PANTALONE als Realisation aller Wünsche
des Publikums ist für die Alten noch älter, für die Schürzenjäger zu
naiv, für die Diener ein läppischer Meister und somit neben ZANNI die
beliebteste Figur der COMMEDIA DELL´ARTE. Es handelt sich bei PANTALONE
um eine venizianische Maske.

”CAPITANO”

Der draufgängerische Gegenpart zu dem sanften Liebhaber wird oft von
der Figur des CAPITANO übernommen, unter allen COMMEDIAFIGUREN die
groteskeste, unter den Amorosi die profilierteste Erscheinung. Der
CAPITANO spielte zuweilen den zweiten Liebhaber, gewöhnlich aber tauchte
er als der Dritte im Bunde auf, um zwischen den zwei sich formenden
Paaren Unruhe zu stiften und….immer als Verlierer zu enden. Die Diener
lügen ständig, der CAPITANO tut es auch. Während aber die Lügen der
Diener immer plausibel und zweckmäßig sind, sei es um sich einen
größeren Lebensspielraum zu erobern oder den Lebenden zu helfen, sind
die Unwahrheiten des CAPITANO so enorm, daß sie niemals glaubwürdig
werden können. Der CAPITANO ist ein Bindeglied zwischen den Masken und
den Amorosi. Als Typ viel stabiler als die anderen Liebhaber, trug er in
manchen Aufführungen sogar eine Gesichtsmaske.

”MEZZETINO”

Leider fand ich keine genauen Beschreibung über die Charakteristik
dieser Maske. Aber das traumhafte Kostüm des MEZZETINO verlockte doch,
diese Maske vorzustellen. Auffallend auch hier, auch diese Maske ist
nicht maskiert. In der Gegenüberstellung der maskierten, traditionellen
und der maskenlosen, zeitgenössischen Figuren verlängert sich das System
der zwei gegensätzlichen und sich gleichzeitig ergänzenden Einheiten,
zu dessen Symmetrieachsen die Beziehungen BRIGHELLA gegen ARLECCHINO und
PANTALONE gegen den DOTTORE , aber auch BRIGHELLA und ARLECCHINO gegen
PANTALONE und DOTTORE gehören. Das szenische Bild erhält durch die
Mischung aus maskierten und nicht maskierten Gesichtern paradoxerweise
eine perfekte Harmonie, so daß sich ein erstes Staunen schnell in
Selbstverständlichkeit verwandelt.

”BRIGHELLA”

BRIGHELLA steht im Stück entsprechend seinem Charakter und seinen
Talenten im Mittelpunkt der Intrige. Er muß sie erfinden können, tausend
Listen und Einfälle stehen ihm zur Verfügung, er spielt weniger mit
Worten als mit Menschen. Der DOTTORE oder PANTALONE, seine Herren,
werden unter seinen Beschwörungen oder Vorstellungen zu willigen
Werkzeugen. Die Drohung, des Tod am Galgen schwebt immer über ihm, und
doch erfindet er immer neue Schliche, geht immer rücksichtsloser mit den
Menschen um; denn er will die Welt neu einrichten, nach seinem Willen.
Denken und Tun sind bei ihm eines. Er erfindet so schnell, wie er denkt.
Er hat auf alles eine Antwort, und wenn ihm einmal wider allen
Erwartens die Worte fehlen, fängt er an zu tanzen oder zu fechten oder
irgendeinen aus der Situation geborenen Lazzo – eine besonders komische
Aktion – auszubauen, bis dem Partner schwindlig ist.

Andere Historische Masken

Bauta

Die Bauta ist nicht nur eine Maske sondern ein ganzes Kostüm
bestehend aus der Maske, einem langen schwarzen Mantel und einem
Spitzenschal unter einem Dreispitz getragen. Besonders beliebt war diese
Kostüm bei den vornehmen Herren die so unerkannt zu ihren diversen
Rondevouze, Verhandlungen und Verschwörungen gehen konnten.

Goethes Reiseführer in Italien, Volkmanns «Historisch-kritische
Nachrichten von Italien», beschreibt das venezianische Maskenkostüm :
«Die venezianische Maske besteht in einem Mantel von schwarzer Seide,
wie die Abbeemäntel – (das ist der Tabarro) -, die Bürger tragen sie
auch von rothem oder grauen Tuch, weil sie dauerhafter sind. Auf dem
Kopfe trägt man eine Bahute (Bauta) oder Kappe, welche den Kopf bis ans
Kinn bedeckt, und bis über die Schulter hinab geht. Das Gesicht ist mit
einer weissen Wachsmaske (volto) bedeckt, welche bis auf den Mund geht,
und man setzt einen weissen Federhut dazu auf – (d. h. einen schwarzen
Hut mit weissen Federn) -, um sie fest zu halten … Dieses ist die
allgemeine Tracht beyderley Geschlechts, man unterscheidet die
Frauenspersonen nur an den unter dem Mantel hervorragenden Röcken.»

«Maschera nobile» heisst diese Maske. Erst seit 1756 ist sie auch den
Frauen erlaubt und gilt seitdem als die venezianischste der Masken.
Gesellschaftliche, ständische Unterschiede hebt sie scheinbar auf, macht
alle ihre Träger gleich. «Sior Maschera» – das genügt als Anrede.

Volto

Das Schöngesicht

Wird sowohl von Frauen als auch von Männern getragen. Diese Maske ermöglicht es jedem für immer schön und jung zu sein.

Moretta

Diese schwarze Damenmaske wird nicht von Bändern gehalten – die
Trägerin hält ein Mundstück zwischen den Lippen. Böse Zungen behaupten
ja das diese Maske gerne von Männern an ihre geschwätzigen Frauen
verschenkt wurden.

Phantasiemasken

Bei den Phantasiemasken gibt es kaum etwas was es nicht gibt. Die
Grenzen der Phantasie sind hierbei abhängig von der Handwerkskunst der
unzähligen Maskenmacher Venedigs.

Ob nun Sonne, Mond, Vögel oder Masken mit Federn, Steinen dekoriert
oder bunt bemalt – alles ist erlaubt was dem Träger gefällt.

Zu den traditionellen «wilden Männern», den Eier werfenden
Teufelchen, den Männern in der «Gnaga», der Frauenmaske, den
Lumpenkostümen und verlarvten oder nur geschwärzten Gesichtern traten
nun im Venedig der Renaissance Mythologie der Antike und poetische
Phantasie der neuen Zeit in einen Wettstreit der Kostüme. Beobachter des
venezianischen Karnevals im 16. Jahrhundert sahen dort «Himmels- und
Meeresgötter, an die zweihundert der phantastischsten und bizarrsten
Verkleidungen, eine Gruppe mit so viel Gold, Juwelen und Perlen, dass
man aus dem Staunen nicht herauskam. Da waren auch die sieben Planeten,
vorzüglich dargestellt und überaus reich geschmückt, mit Pferden und
Trompeten am Kopf des Zuges und verschiedenen Instrumenten in der Mitte …
Sie sangen und spielten verschiedene Phantasien, wobei jede einzelne
Maske ihren Teil beitrug.» Dazu kam das ganze Arsenal der von Venedig
kolonisierten, unterworfenen oder auch nur mit Handelskontakten
drangsalierten Volks- und Völkergruppen, die im Karneval als Kostüm
gebraucht, in der Fastenzeit aber auch real in Szene gesetzt wurden und
bis zum Ende der Serenissima der Stadt die so eigentümliche, nirgends
sonst anzutreffende Ost-West-Exotik verliehen: Die Stratioten, Türken,
Dalmatiner, Korfioten, Kreter, Albaner, Armenier, die Neger, Deutschen,
Schweizer, dazu extravagante Berufe aus aller Welt, persische
Seidenhändler, holländische Seeleute, arabische Karawanenführer oder
Fischer aus Piran.

Zitate zum Carnevale di Venezia

«Vom Karneval in Venedig ist überall die Rede. Die grösste
Zerstreuung bietet zu dieser Zeit hier die Maskierung, wie übrigens auch
zu anderen Festen. Die Venezianer – von Natur aus festlich gestimmt –
lieben es, sich in die Massen und Vergnügungen derartiger Anlässe zu
stürzen und dabei ihre Identität hinter Vermummungen zu verbergen. In
der Tat sind sie ja vor die Notwendigkeit gestellt, Zerstreuungen
ausfindig zu machen, die der Natur ihres Wohnortes entsprechen und sie
für die entgangenen Vergnügungen der Landbewohner entschädigen. Diese
Verkleidungen eröffnen jede Gelegenheit für eine Unmenge an
Liebesabenteuern, denn die Amouren von Venedig sind intrigenreicher als
in irgend einem anderen Land.»

So charakterisiert der englische Reisende Joseph Addison zu Beginn des 18. Jahrhunderts den venezianischen Karneval.

An der Brücke stand

jüngst ich in brauner Nacht.

Fernher kam Gesang:

goldener Tropfen quoll’s

über die zitternde Fläche weg.

Gondeln, Lichter, Musik –

trunken schwamm’s in die Dämmerung hinaus.

Meine Seele, mein Saitenspiel,

sang sich, unsichtbar berührt,

heimlich ein Gondellied dazu,

zitternd vor bunter Seligkeit.

– Hörte jemand ihr zu?…

Friedrich Nietzsche (1844 – 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

L’amore di carnevale muore di quaresima.-

Karnevalsliebe stirbt zur Fastenzeit.

Italienische Redensart – von einem anonymen Spender überreicht. Danke!

Hinter ihren Masken versteckt,

zeigen sie ihr wahres Gesicht,

während sie im Alltag

ihr wahres Gesicht

hinter Masken verstecken…

G. Brehmer

So war es stets und wird es bleiben,

das Leben ist ein Narrentreiben,

denn Maske, Clown und Harlekin

steh´n mitten in dem Leben drin!

Bei jedem Mensch dasselbe Bild,

die Maske dient ihm stets als Schild

und selten hat noch wer entdeckt,

was hinter einer Maske steckt.

Marie Luise Bald (*1920), deutsche Lyrikerin und Dichterin

Die Maske ist der einzige Teil des Gesichts, den sich der Mensch selber aussucht.

Gabriel Laub (1928 – 1998), polnisch-tschechischer Satiriker und Publizist Rosa